Innovationen

Schoettle Point


Im Jahr 2004, lange bevor die MPFL Rekonstruktion international als „state of the art“ Operation zur Behandlung der Kniescheibeninstabilität anerkannt wurde, konnte Prof. Dr. med. Schöttle im Rahmen seiner Habilitation den biomechanischen Beweis zur Wirkung dieses Bandes antreten. Es zeigte sich jedoch, dass der Schlüsselpunkt bei diesem Eingriff die richtige Platzierung am Oberschenkelknochen ist. Ihm gelang es, mittels verschiedener Untersuchungen, den korrekten Punkt für den intraoperativen Gebrauch zu identifizieren und zu publizieren.


Patellanavigation


Die von Priv.-Doz. Dr. med. univ. Armin Keshmiri entwickelte und zur klinischen Anwendung gebrachte Kniescheibennavigation in der Knieendoprothetik hat einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis der Entstehung und Ursache des vorderen Knieschmerzes im Rahmen der Knieprothesenimplantation geleistet. Die Implantation einer Knietotalendoprothese gilt heute als Standardoperation mit Standzeiten von 10 bis 15 Jahren. Die Beinachse nach Implantation ist ein Kriterium für die Langlebigkeit der Knieprothese. Eine optimale Achsausrichtung wird durch die exakte knöcherne Resektion und damit optimalen Implantationsausrichtung der Prothesenanteile gewährleistet.


Trochleaplastik


Bei einer hochgradigen Trochleadysplasie, bei der das Gleitlager für die Kniescheibe nicht nur flach, sondern sogar konvex und mit einem zusätzlichen Höcker versehen ist, kann mit einer MPFL Rekonstruktion alleine keine Stabilität erreicht werden. Hier muss zusätzlich eine Trochleaplastik durchgeführt werden, bei der das Kniescheibengleitlager (Trochlea) neu gestaltet wird. Diese Operation ist eine Technik, die vor allem durch Prof. Dr. med. Philip Schöttle in Europa und den USA etabliert wurde. Die Ärzte aus dem KHIM können inzwischen auf knapp 800 Trochleaplastiken zurück blicken, die sie nicht nur im Inland sondern auch international operiert haben. Damit verfügen sie über den wahrscheinlich grössten Erfahrungsschatz in der Durchführung dieser Operation.


Hüfteendoprothetik


Herr Priv.-Doz. Dr. med. univ. Armin Keshmiri ist spezialisiert auf die minimalinvasive Implantation in der Hüftendoprothetik. Durch eine spezielle Technik ist es ihm möglich über kleinste Schnitte, muskelschonend und ohne Verletzung von umliegenden Weichteilstrukturen zu operieren. Durch eine zusätzlich verwendete Navigationstechnik lässt sich bei das "Mini-Implantat" noch kontrollierter und präziser durch exakte präoperative Planung positionieren. Jeder Patient bewegt sich unterschiedlich. Daher sollte die Lage einer Hüfttotalendoprothese so optimiert sein, dass die individuelle Biomechanik berücksichtigt wird.


MPFL REKONSTRUKTION


Im Jahr 2002 fing Prof. Dr. med. Schöttle an der Universität in Zürich damit an, sich mit der Kniescheibeninstabilität zu beschäftigen. Dieses bis dahin wenig erforschte Gelenk nahm ihn dermassen in seinen Bann, dass er von 2004 - 2005 an der Charité in Berlin darüber forschte und auch habilitierte. In dieser Zeit konnte er beweisen, dass die MPFL Rekonstruktion DAS probate Mittel ist, um die Kniescheibe operativ zu stabilisieren. Über die folgenden Jahre wurde die Technik ausgefeilter, bis 2008 die „Schöttle“ Technik entstand, die bis heute in ihrer Art nicht verändert wurde und weltweit bereits mehrere 100.000 mal operiert wurde.


Tibioplastie


Priv.- Doz. Dr. med. univ. Armin Keshmiri hat sich lange mit dem innovativem Thema der Ballonkyphoplastie und deren Anwendung im Bereich verschiedener Knochenbrüche des Kniegelenkes, die "Tibioplastie" beschäftigt und auch darüber publiziert. Im Folgenden werden die Ursachen und die Verwendung der sogenannten Tibioplastie erläutert. Bei sogennanten „Hiph-Impact“ Sportarten wie Skifahren kommt es häufig zu Tibiakopffrakturen. Hierbei kommt es zur Stauchung und Bruch des oberen Anteils des Unterschenkels. Es kommt zum Einbruch der Gelenklinie.


WAVE MINI PROTHESE


wave inlay

Die 2009 von Prof. Dr. med. Philip Schöttle entwickelte WAVE-Miniprothese kommt bei einer isolierten Arthrose des Femoropatellargelenks zum Einsatz, wenn biologische Verfahren und entlastende operative Verfahren ausgeschöpft sind. Die anatomisch geformte WAVE – Prothese ist derzeit der einzige Gelenkersatz, bei der die Anatomie in allen Details mit verschiedenen Krümmungen entsprechend des Oberschenekelknochens nahezu massgeschneidert angepasst werden kann.


Dynamische HKB-Schiene


Es ist bekannt das eine frühzeitig erkannte Verletzung des hinteren Kreuzbandes ohne Begleitverletzungen konservativ - also ohne Operation - behandelt werden kann. Diese Behandlung bestand jedoch aus einer vollkommenen Ruhigstellung in Streckung, so dass die Patienten ein Muskeldefzit entwickelten, dass sie aufholen mussten, die Schiene oftmals nicht konsequent getragen wurde und auch Bewegungsdefizite die Folge waren.


VKB BRACING


Dank neuer Materialien und neuen Technologien in der Arthroskopie ist es inzwischen möglich, dem Kreuzband die Chance zur Heilung zu geben. Voraussetzung dafür ist eine frische Verletzung und ein Riss, der sich nahe am Knochen befindet, wo per se schon genügend Stamzellen und Heilungsfaktoren präsent sind. Prof. Dr. med. Philip Schöttle und PD Dr. med. univ. Armin Keshmiri sind Protagonisten, Erfinder und Vorreiter auf dem Gebiet der VKB Bracing Repair Technologie und setzen dabei auf ein schonendes minimalstes Operationsverfahren, das von zusätzlichen biologisches Heilverfahren unterstützt wird.