PATELLANAVIGATION


Patellanavigation lasergesteuert

Die von Priv.-Doz. Dr. med. univ. Armin Keshmiri entwickelte und zur klinischen Anwendung gebrachte Kniescheibennavigation in der Knieendoprothetik hat einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis der Entstehung und Ursache des vorderen Knieschmerzes im Rahmen der Knieprothesenimplantation geleistet.

Die Implantation einer Knietotalendoprothese gilt heute als Standardoperation mit Standzeiten von 10 bis 15 Jahren. Die Beinachse nach Implantation ist ein Kriterium für die Langlebigkeit der Knieprothese. Eine optimale Achsausrichtung wird durch die exakte knöcherne Resektion und damit optimalen Implantationsausrichtung der Prothesenanteile gewährleistet. Trotz des im Wesentlichen standardisierten Verfahrens der Implantationstechnik erfordert der Einbau einer Knietotalendoprothese einen erfahrenen Operateur. Die navigationsgestützte Implantation einer Knieendoprothese kann die Genauigkeit der Achsausrichtung zusätzlich deutlich verbessern und kontrollieren. Nach aktueller Studienlage zeigt sich die Implantationsgenauigkeit der Prothesenimplantation durch Verwendung eines Navigationssystems signifikant verbessert. Außerdem konnte mittlerweile gezeigt werden, dass die Standzeit bei navigationsgestützter Implantation im Vergleich zu herkömmlicher Implantation signifikant erhöht ist. Vor Implantation der Knieendoprothese werden jeweils am Oberschenkelknochen und am Unterschenkelknochen Marker für die Computernavigation montiert. Durch diese Marker kann die Achsausrichtung der Knieprothese exakt bestimmt werden. Über eine Infrarotkamera erkennt das Navigationssystem die Lage des Ober- und Unterschenkels. Der Operateur erhält über das Navigationssystem die Rückmeldung über die tatsächliche Implantatlage und Achsausrichtung.
Mittlerweile ist es auch möglich den Kniescheibenlauf vor und nach Prothesenimplantation zu überprüfen. Dies soll vor allem zur Vermeidung des sogenannten „vorderen Knieschmerzes“ nach Prothesenimplantation dienen. Mittels Kniescheibennavigation kann der Lauf der Kniescheibe exakt vor und nach Prothesenimplantation dargestellt werden. Ein „Overstuffing“ (zu dicke Kniescheibe nach Prothesenimplanation) als auch ein „Shift“ (zur Seite gleiten) der Kniescheibe kann besser erkannt und ggf. zusätzlich adressiert werden.

Mit dem Thema der Knieprothesennavigation hat sich Herr Priv.-Doz. Dr. med. univ. Armin Keshmiri umfangreich wissenschaftlich beschäftigt, national wie international darüber publiziert und sich auch habilitiert.
Herr Priv.-Doz. Dr. med. univ. Armin Keshmiri ist spezialisiert auf die minimalinvasive und auch navigationsgestützte Implantation in der Knieendoprothetik.


Publikationen PD Dr. med. univ. Keshmiri