HÜFTKOPFNEKROSE


Beim Krankheitsbild einer Hüftkopfnekrose handelt es sich um das Absterben des Hüftkopfes. Ohne Vorliegen einer Infektion oder eines Unfalles stirbt der Knochen im Bereich des Hüftkopfes ab. Hierbei entstehen irreparable Schäden, die zu einer beschleunigten Arthrose im Hüftgelenk führen.

weiter lesen

Hüftkopfnekrose MRI Dr Armin Keshmiri

Durch das Absterben des unter dem Knorpel liegenden Knochens kommt es zum Einbrechen der darüberliegenden Knorpelstrukturen und damit zu einer Hüftarthrose. Unbehandelt führt die Hüftkopfnekrose in etwa 80 Prozent zum Einbruch des Hüftkopfes und zur Notwendigkeit einer Hüftprothesenimplantation.

Hüftkopfnekrose tritt in der Regel zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr auf. Männer sind davon häufiger betroffen als Frauen. Bei 30 bis 70 Prozent der Patienten kann es zu einer beidseitigen Hüftkopfnekrose kommen. Die Ursachen sind bis heute noch nicht eindeutig geklärt.

HÄUFIGE URSACHE FÜR EINE HÜFTKOPFNEKROSE


  • Unfälle, zum Beispiel Schenkelhalsbruch
  • Alkoholbedingte Hüftkopfnekrose
  • Cortison-bedingte Knochenerweichung und folglich Hüftkopfnekrose
  • Gerinnungsstörungsbedingte Hüftkopfnekrose
  • Hüftkopfnekrose bei Blutzuckererhöhung/Diabetes mellitus
  • Zytostatika mit knochenschädigender Wirkung

Hüftkopfnekrose links

nekrose hüftkopf

Image Hüftkopfnekrose

Konservative Therapie

Zur Therapieentscheidung wird die sogenannte ARCO-Klassifikation herangezogen. Die Ausdehnung und Lokalisation sowie das Alter des Patienten sind entscheidend für die Einleitung der entsprechenden Therapie. Je kleiner das Areal, das betroffen ist, und je jünger der Patient, desto größer sind die Chancen auf völlige Heilung durch konservative Therapiemaßnahmen. Konservativ kommen medikamentöse Therapieformen sowie die physikalische Therapie oder die hyperbare Sauerstofftherapie zum Einsatz.


Konservative Therapie

Ist das konservative Procedere nicht mehr für das Ausmaß der Hüftkopfnekrose ausreichend, kann im Knee and Hip Institute Munich durch die langjährige Erfahrung von Herrn Assoc. Prof. Armin Keshmiri im Bereich der minimalinvasiven Hüftchirurgie eine sogenannte Hüftkopfanbohrung zur Anfrischung der abgestorbenen Knochenstrukturen durchgeführt werden. Durch die zusätzliche Anwendung verschiedener Zelltherapeutischer Maßnahmen kann der Befund der Hüftkopfnekrose zusätzlich behandelt und noch effizienter und schneller zur Heilung gebracht werden. Im Rahmen der Versorgung wird über einen 1 cm großen Schnitt unter Röntgenkontrolle das geschädigte Hüftkopfareal mittels eines wenige Millimeter großen Drahtes/Bohrers von außen angebohrt und zusätzliche körpereigene Zellen zur schnelleren Heilung direkt an das geschädigte Areal gebracht. Der Patient ist bereits am selben Tag mobil und nach wenigen Wochen wieder vollständig einsatzfähig.


Hüftkopfbohrung 1. Schritt OP

Hüftkopfbohrung 1. Schritt

Hüftkopfbohrung 2. Schritt OP

Hüftkopfbohrung 2. Schritt

Hüftkopfbohrung 3. Schritt OP

Hüftkopfbohrung 3. Schritt