Schmerzhafte Knieprothese - Knieprothesenwechsel

Gründe für eine schmerzhafte Knieendoprothese können mannigfaltig sein: sie reichen von einer aseptischen oder infektbedingten Lockerung der Prothese, über eine Abnutzung aufgrund lang anhaltender dauerhafter Beanspruchung bis hin zu einem Überdrucksyndrom oder einer chronischen Instabilität infolge einer operationsbedingten Fehlbelastung. Die typischen Symptome sind Schmerzen und Instabilität, vor allem bei Belastung. An erster Stelle steht im Falle einer schmerzhaften Knieprothese immer die ausführliche klinischen und radiologische Diagnose an. Erst wenn die Ursache klar identifiziert ist, muss eine klare Vorgehensweise geplant werden. Sollte sich nur das Polyethylen zwischen den beiden Titankomponenten abgenutzt haben, kann dies relativ einfach gewechselt werden. Bei einer Lockerung der Knochenkomponenten, einer deutlichen Instabilität oder Fehlstellung hingegen muss die gesamte Prothese gewechselt werden.

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Bei Infekten kann es auch sein, dass in einem ersten Eingriff die Prothese entfernt werden und nach Ausheilen des Knochens eine andere wieder eingesetzt werden muss. Dank unserer großen Erfahrung bei Wechseloperationen und unserem Wissen um die verschiedenen Ansprüche unserer Patienten ist es uns nicht nur möglich, eventuell auftretende Knochendefekte auszugleichen und das neue Kniegelenk auf die richtige Höhe zu platzieren, sondern auch eine Kniegelenkstabilität wiederherzustellen, falls diese durch die Lockerung oder die Erstimplantation verloren gegangen war. Die Operation selber ist etwas aufwändiger als eine Erstimplantation und dauert daher länger. Durch unsere präzise Vorbereitung können wir den Gelenkersatz entsprechend der Muskel- und Bandstruktur einsetzen und durch das Lösen von Vernarbungen den Schmerz nach der Operation deutlich reduzieren und eine Mobilisation am Folgetag ermöglichen. Die Nachbehandlung ist in den meisten Fällen identisch wie nach einer Erstimplantation – oftmals in Verbindung mit einer stationären Rehabilitation.