Hüftdysplasie


Die angeborene Fehlform des Hüftgelenkes, die Hüftdysplasie, kommt bei Mädchen häufiger vor als bei Jungen. Durch den Säuglingsultraschall ist die Rate der Hüftdysplasien deutlich zurückgegangen und kann bei früher Erkennung adäquat konservativ therapiert werden. Die Hüftdysplasie führt häufig bereits im jungen Erwachsenenalter zu belastungsabhängigen Hüft- und Leistenschmerzen. Aufgrund einer Steilstellung der Hüftpfanne kommt es zu einer Überlastung im Bereich des oberen Pfannenrandes, wobei bestehende Knorpelstrukturen geschädigt werden und zu frühzeitiger Arthrose führen.

Erstmals werden die Hüftbeschwerden zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auffällig. Hier kommt es zwangsläufig durch späte Erkennung und ausbleibende Therapie, meist im Alter zwischen 40 und 50 Jahren, zur Notwendigkeit der Implantation eines künstlichen Hüftgelenkes.

Entscheidend für den Therapieerfolg sind die genaue Analyse der zugrundeliegenden Fehlstellung sowie die Beurteilung des bereits vorhandenen Knorpelschadens. Wesentlich ist die Früherkennung der zugrundeliegenden Pathologie, um die entsprechende Hüftdysplasie Therapie einzuleiten.

Therapie:


Bei zu weit fortgeschrittenem Knorpelschaden ist ein Therapieerfolg mittels Osteotomie als sehr gering einzustufen. Hier kann nur mehr ein Gelenkersatz mit Implantation einer Hüftprothese zu Beschwerdefreiheit führen. Allerdings ist die Implantation einer Hüftprothese mittlerweile aufgrund der Verwendung eines minimalinvasiven Zuganges und knochensparender Implantate ein Standardeingriff mit sehr guten Ergebnissen. Bei schmerzbedingter Minderung der Lebensqualität und weit fortgeschrittenem Knorpelschaden sollte jedoch auch der künstliche Gelenkersatz trotz jungen Alters in Erwägung gezogen werden, um die gewünschte Lebensqualität wiederherzustellen.